Unsere Arbeitsweise
Die grundlegende Philosophie
Wir haben einen Körper, der mehr oder weniger gut taugt für die Aufgaben, die ich oder andere ihm abverlangen, der oft leider nicht schön genug erscheint, zu langsam, nicht männlich genug, nicht weiblich genug, nicht gesund genug, zu dumm - der störrisch wie ein Esel seine Arbeit verweigert oder gelegentlich davon galoppiert.
Wir können wieder lernen,
- dass wir selber dieser Leib sind, beseelter Körper,
- dass die Impulse und Improvisationen aus unserem Leib unser Leben sind,
- dass die Freude und Kraft, die daraus erwachsen unser Recht sind,
-
dass Liebe zu empfinden oder zu empfangen kein mühseliges Verdienst,
sondern einfach und natürlich ist.
Das ist oft verloren gegangen oder wir wollen es nicht wahrhaben und werden dann "bestraft" durch Unlust, Krankheiten, Störungen in den sozialen Kontakten. Unsere Arbeit richtet sich darauf, alte verschüttete Erfahrungen und Gefühle wiederzubeleben, Bilder und Erinnerungen wieder zu entdecken und im Ausdruck zu verkörpern, um den unterbrochenen Kontakt zu sich selbst und den Anderen wieder in Fluß zu bringen.
Für die therapeutische Haltung und Methode ist dabei bedeutsam, dass die Genese der Blockaden und unglücklichen Verhaltensweisen auch im Zusammenhang mit vorgeburtlichen und geburtlichen Erfahrungen zu sehen sind. Das ist der wichtigste Grund für die Methode des Haltens mit dem ganzen Körper.
Bedeutsam ist für uns weiter unter anderem: Arbeit mit Atem, Ausdruck, Imagination, Gestaltarbeit, Gruppendynamik und Gespräch. Dabei steht die Person im Mittelpunkt, nicht das Problem.
Das Konzept der Langzeitgruppen beruht auf der Erfahrung, dass persönliche Entwicklung Kontinuität, Zeit und einen schützenden und fördernden sozialen Rahmen braucht. Kontakt und Bindung bilden die Grundlagen dieses Prozesses und schaffen die Voraussetzung für das Wachsen von Vertrauen, Sicherheit, Akzeptanz und Lebensfreude.
Diese Website wurde am 23.10.2009 aktualisiert